Golf hat mich lange interessiert. Trotzdem habe ich Jahre gebraucht, um wirklich anzufangen. 2025 war dann der Moment, in dem ich beschlossen habe: Ich denke nicht mehr darüber nach – ich mache es einfach.
Sport war immer da – Golf zunächst nur aus der Entfernung
Ich bin Alexander Maximilian Zwiehoff, lebe in Essen und hatte mein ganzes Leben lang Interesse an Sport. Golf hatte dabei schon länger etwas, das mich gereizt hat: die Verbindung aus Technik, Konzentration, Bewegung und Natur. Ein Sport, bei dem nicht nur Kraft oder Geschwindigkeit zählen, sondern auch Gefühl, Geduld und die Fähigkeit, nach einem schlechten Schlag wieder neu anzufangen.
Trotzdem blieb Golf für mich lange ein Sport, den ich interessant fand, aber nicht selbst betrieb. Der Einstieg schien größer zu sein als bei anderen Sportarten. Wo beginnt man? Braucht man direkt eine komplette Ausrüstung? Wie funktioniert das mit der Platzreife? Und passt man überhaupt in diese Golfwelt, wenn man noch niemanden dort kennt?
Im Rückblick waren viele dieser Fragen weniger echte Hindernisse als gute Gründe, die Entscheidung immer wieder aufzuschieben.
Der Punkt, an dem aus „irgendwann“ ein Termin wurde
2025 wollte ich nicht mehr nur sagen, dass ich Golf gerne einmal ausprobieren würde. Ich wollte herausfinden, ob mir der Sport in der Realität genauso viel gibt, wie ich mir davon versprach.
Die Entscheidung selbst war erstaunlich unspektakulär. Es gab keinen perfekten Zeitpunkt und keinen fertigen Plan. Ich habe einfach beschlossen, den ersten konkreten Schritt zu machen.
Zwischen Interesse und einem neuen Hobby liegt manchmal nur ein gebuchter Termin.
Meine ersten Stunden im Golfclub Essen-Heidhausen
Angefangen habe ich in meinem heutigen Heimatclub, dem Golfclub Essen-Heidhausen. Statt mich in einer großen Gruppe möglichst unauffällig durch die ersten Versuche zu bewegen, habe ich meine Platzreife mit einem Trainer in Einzelstunden vorbereitet.
Für mich war das der richtige Weg. Ich konnte Fragen stellen, Bewegungen wiederholen und in meinem eigenen Tempo lernen. Griff, Stand und Schwung fühlten sich am Anfang natürlich nicht selbstverständlich an. Genau darin lag aber schnell der Reiz: Schon kleine Veränderungen konnten einen deutlich besseren Ballkontakt bewirken.
Gleichzeitig wurde mir klar, dass Golf viel mehr ist als nur der Schwung. Regeln, Sicherheit, Rücksichtnahme und das Spieltempo gehören genauso dazu. Die Platzreife war deshalb nicht bloß eine Prüfung, sondern ein sinnvoller Einstieg in die gesamte Kultur des Spiels.
Was mich am Anfang überrascht hat
Golf kann von außen ruhig aussehen. Wenn man selbst spielt, merkt man schnell, wie viel gleichzeitig passiert. Man denkt über den nächsten Schlag nach, versucht technisch sauber zu bleiben und muss trotzdem akzeptieren, dass der Ball manchmal etwas völlig anderes macht als geplant.
Das kann frustrieren – und genau das macht gute Schläge so besonders. Ein sauber getroffener Ball ist am Anfang kein selbstverständliches Ergebnis. Er ist ein kleiner Beweis dafür, dass Übung tatsächlich etwas verändert.
Mich hat außerdem überrascht, wie individuell der Einstieg sein kann. Man muss nicht sofort eine perfekte Runde spielen, jedes Regelbuch auswendig kennen oder das teuerste Set besitzen. Man darf Anfänger sein. Man darf nachfragen. Und man darf sich über Fortschritte freuen, die für erfahrene Spieler vielleicht klein wirken.
Von der Platzreife zu Fairway Rookie
Während meiner ersten Monate hatte ich viele Fragen, die vermutlich fast jeder Anfänger kennt. Welche Schläger brauche ich wirklich? Wie übe ich sinnvoll? Was ziehe ich auf dem Platz an? Wie verhalte ich mich im Flight? Und wie schaffe ich es, mich von einem schlechten Schlag nicht aus der Ruhe bringen zu lassen?
Natürlich gibt es zu all diesen Themen Informationen. Häufig werden sie aber von Menschen erklärt, für die Golf längst selbstverständlich ist. Ich wollte eine Perspektive ergänzen, die näher am tatsächlichen Einstieg liegt.
So entstand Fairway Rookie: als moderner Begleiter für Menschen, die Golf interessant finden, aber vor dem ersten Schritt noch Respekt haben. Ich möchte hier teilen, was mir selbst geholfen hat, was ich gerade lerne und welche Fehler man vielleicht nicht unbedingt wiederholen muss.
Ich bin kein Golfprofi. Genau das ist der Punkt.
Was ich anderen Einsteigern mitgeben würde
Wenn du schon länger darüber nachdenkst, Golf auszuprobieren, musst du nicht zuerst alles verstehen. Du brauchst keine vollständige Ausrüstung und auch keinen Freundeskreis, der seit Jahren im Club spielt.
Buche einen Schnupperkurs oder eine erste Trainerstunde. Zieh bequeme Kleidung an. Stell die Fragen, die dir vielleicht zu einfach vorkommen. Und erlaube dir, am Anfang schlecht zu sein – das gehört nicht nur dazu, es ist ein wichtiger Teil der Geschichte.
Mein eigener Einstieg begann mit einer Entscheidung, die ich lange aufgeschoben hatte. Heute bin ich froh, dass aus „irgendwann“ schließlich 2025 wurde. Und das Beste: Die Geschichte hat gerade erst angefangen.
